Jakobsweg Blog

Packliste für den Jakobsweg

Ihr seid voller Vorfreude auf euer Camino-Abenteuer aber fragt euch, was ihr eigentlich mitnehmen müsst? Da ich gerade in den Vorbereitungen meines dritten Caminos bin, möchte ich meine Packliste mit euch teilen. Ich habe auf meinen Camino-Reisen viele Erfahrungen gesammelt, die ich an euch weitergeben möchte, damit ihr aus meinen Fehlern lernen könnt 😉

Ich konzentriere mich darauf, die Packliste für Damen auszurichten. Grundsätzlich können sich die Herren aber auch daran orientieren.

Kleidung

Generell empfehle ich, leichte Sport- oder Outdoorkleidung zu wählen. Die wiegen nicht so viel und trocknen leicht.
  • 2 Tops
  • 2-3 T-Shirts (Eins zum Schlafen)
  • 2-3 kurze Hosen 
  • 1 lange Hose, z.B. eine bequeme Leggings
  • 2 Sport-BHs
  • 3-4 Slips 
  • 1 Bikini 
  • 2-3 paar Wandersocken
  • dünne, leichte Regenjacke oder Regenponcho
  • Sonnenschutz für den Kopf 
  • Ein Halstuch 
  • Hoodie oder Fleecejacke 
Stell dich darauf ein, dass du dich während des Wanderns umziehst. Morgens ist es meist kalt und du benötigst mehr Kleidung. Ab Mittag wird es wärmer und du kannst auf kurze Kleidung wechseln. Abends ist es dann möglicherweise wieder frischer. Ein Hoodie oder eine Fleecejacke sorgen für ein kuscheliges Gefühl. Bedenke außerdem die An- und Abreise. 

Schuhwerk

  • Wanderschuhe 
  • Schlappen (z.B. Adiletten oder Birkenstocks, ich empfehle Bade-Birkis)
  • Optional: sehr sehr leichte Sneaker (Die sind super, wenn ihr am Etappenziel angekommen seid und keine Lust mehr habt, in euren Wanderschuhen rumzulaufen)

Reiseapotheke

  • Ganz ganz wichtig: Blasenpflaster in allen Variationen
  • Pro Tipp: Tape, um die Blasenpflaster festzukleben. Durch die Reibung im Schuh gehen sie schnell ab.
  • Normale Pflaster
  • Schmerztabletten, z.B. Ibuprofen
  • Durchfallmittel, z.B. Immodium 
  • Mückenschutz
  • Fenistil o.ä. gegen Juckreiz bei Mückenstichen
  • Für mich immer wichtig: Mittel gegen Sodbrennen

Hygieneartikel/ Kosmetik

  • Desinfektionsmittel
  • medizinische Masken
  • Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnseide
  • Periodenprodukte (wenn nötig)
  • Sonnencreme 
  • Gesichtscreme 
  • Abschminktücher 
  • Q-Tips 
  • Ohropax (Für die Übernachtung in Herbergen Gold wert!)
  • Waschmittel (Ein Stück Gallseife oder Flüssigwaschmittel)
  • Festes Shampoo
  • Festes Duschgel/ Seife

Dokumente

  • Das wichtigste Dokument: Dein Pilgerpass
  • Ggf. einen Reiseführer 
  • Ansonsten weitere Dokumente wie Personalausweis, Führerschein und Flugunterlagen

Sonstiges

  • Schlafsack (Je nach Reisezeit genügt ein dünner, leichter Schlafsack. Für die Übernachtung in Herbergen ist ein Schlafsack Pflicht. In Hotels/Pensionen gibt es meistens Bettwäsche, dann genügt ein Hüttenschlafsack)
  • Mikrofaserhandtücher (Die sind sehr leicht, ich bin kein Fan, da man sich damit fühlt, als würde man sich mit einem überdimensionalen Brillenputztuch abtrocknen. In Herbergen gibt es jedoch keine Handtücher, also sind sie unbedingt Pflicht. In Hotels/Pensionen gibt es meistens Handtücher) 
  • Kopfkissen (Ich habe ein gemütliches aufblasbares Kopfkissen. Auch hier gilt wieder: In Herbergen gibt es meistens keine Kopfkissen, in Hotels/Pensionen schon)
  • Regencape für deinen Rucksack, wenn es nicht integriert sein sollte
  • Ein kleines Notizbuch + Stift um deine Gedanken aufzuschreiben 
  • Kopfhörer 
  • Ladegeräte für Telefone/ Fitnessuhren und Co
  • Eine kleine komprimierte Einkaufstasche oder ein kleiner Rucksack (Bietet sich an, wenn du am Etappenziel angekommen bist und einkaufen oder die Umgebung erkunden möchtest)
  • Was nicht schaden kann, sind ein paar Müsliriegel als Not-Snack im Rucksack. Die haben mich immer nach vorne gebracht.

Die folgenden Punkte sind optional und sollen euch als Inspiration dienen:

  • Eine Camping-Tasse (Für Coffee to go am Morgen und für Sangria o.ä. am Abend 😉 ) 
  • Tütenclips (Sehr praktisch, wenn man offene Lebensmittel verschließen möchte)
  • Eine self-made Wäscheleine aus elastischem Nähband 
  • Karabinerhaken (Um nasse Wäsche am Rucksack oder auf der self-made Wäscheleine zum trocknen aufzuhängen) 
  • Eine Powerbank (Nehme ich jedes Mal mit und bin immer wieder froh, sie zu haben. So kann man unterwegs laden wenn der Akku zur Neige gehen sollte und man den Weg zur Herberge nachschauen möchte. Ich verwende eine Powerbank mit Solarzellen)
Was man nicht braucht: 

Eine Tupperdose. Die hatte ich beim ersten Mal mit und habe mich dabei super schlau gefühlt, weil ich es eine ganz tolle Idee fand. Das Ende vom Lied: Ich habe sie unterwegs weggeworfen, weil sie sehr viel Platz im Rucksack weggenommen hat und ich sie nicht einmal verwendet habe.

Eine von zu Hause mitgebrachte Wasserflasche benötigst du nicht unbedingt. Man kann sich überall Wasser kaufen und zur Not einfach eine Plastik-Flasche mehrfach verwenden und an Brunnen auffüllen. 

Hier seht ihr den Rucksackinhalt meiner drei Caminos. Von Mal zu Mal war mein Ansporn, immer weniger mitzunehmen und den Rucksack möglichst leicht zu packen. 

Für den Camino Portugues 2022 habe ich ein Gewicht von 6,6 Kilo (Ohne Wasser und Lebensmittel) damit bin ich sehr zufrieden!

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